Leistungszeichen des JGHV
(AH,
Vbr, Btr, Sw, HN)
AH - das
Armbuster-Haltabzeichen
Das
Armbruster-Haltabzeichen wird unter folgenden Bedingungen verliehen: Der
Hund muss auf einer Verbandsprüfung bei der freien Suche im Feld (gem.
den Vorschriften der VZPO bzw. VGPO) an jedem Hasen gehorsam sein, den
er eräugt. Dabei muss er mindestens einmal ca. 20m vom Führer entfernt
sein. Bei der ersten geeigneten Gelegenheit muss er nach
Ausser-Sicht-Kommen des Hasen auf dessen Spur eine Spurarbeit zeigen,
die mindestens mit dem Prädikat "gut" bewertet wird.
Vbr -
Verlorenbringernachweis
Dieser
Nachweis kann nur bei der Jagdausübung erbracht werden. Der Hund muss
die Wundspur eines Hasen oder Fuchses, den er zuvor nicht eräugt hat,
mindestens 300m beobachtbar arbeiten und die Beute seinem Führer
zutragen. Das Vbr kann nicht beantragt werden, wenn der Hund auf anderen
Wundspuren am selben Tag negative Arbeiten gezeigt hat. Es ist
festzustellen, ob der Hund laut oder stumm jagt. Die erfolgreiche Arbeit
ist von mindestens einem Verbandsrichter und einem Jäger als Zeugen zu
bestätigen.
Btr - Bringtreueprüfung
Bei der
Bringtreueprüfung soll die besondere Zuverlässigkeit des Gebrauchshundes
im Bringen festgestellt werden. Dieses beweist der Hund dadurch, das er
kaltes Wild, welches er zufällig und ohne jeden Einfluss seines Führers
findet, aufnimmt und seinem Führer bringt. Zur Prüfung dieser
Eigenschaft muß er einen spätestens zwei Stunden vor Beginn der Arbeit
ausgelegten Fuchs, innerhalb von 20 Minuten, bringen.
Sw - Schweißprüfung
Um
Hunde für die Nachsuchenarbeit auf Schalenwild vorzubereiten und deren
zukünftige Qualifikation zu überprüfen, führen die Vereine des
Jagdgebrauchshundeverbands (JGHV) eine Verbandsschweißprüfung durch.
Hunde,
die diese Prüfung bestehen, erhalten das Leistungszeichen Schweiß (Sw)
in Verbindung mit einer Qualitativen Reihenfolge, ausgedrückt in Preise.
Beispiel SwI gleich: Verbandsprüfung Schweiß 20 Std Stehzeit im 1. Preis
(ohne jegliche Beanstandungen) bestanden; oder Sw-/II gleich:
Verbandsprüfung Schweiß 40 Std Stehzeit im 2. Preis ( mit kleinen
Beanstandungen) bestanden.
HN - Härtenachweis
Die
Befugte Tötung von Raubwild, wildernden Katzen und Waschbären im Rahmen
des Jagdschutzes ist Aufgabe des Jägers mit der Schusswaffe. Sofern ein
Jagdgebrauchshund bei der Jagdausübung ein solches Stück greift und
sofort tötet, bevor ein Erlegen mit der Schusswaffe möglich ist, handelt
es sich um waidgerechte Jagdausübung. Wenn eine solche derart
selbständige Arbeit zuverlässig bezeugt werden kann, ist es möglich, das
Leistungszeichen "Härtenachweis" zu beantragen.