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Ungarn 2009 >>>Bildergalerie Ungarn |
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Am 1. Mai war es endlich soweit, wir, machten uns mit unseren Hunden auf den Weg zur Trainingswoche nach Ungarn!
Da ich letztes Jahr wegen dem großen Zeitaufwand mit den Welpen nicht gehen konnte, freute ich mich um so mehr auf das Wiedersehen mit den ungarischen Kameraden. Nachdem alles in Martinas Auto verstaut war, es sah eher aus wie der Auszug aus Ägypten, machten wir uns vom Acker. In nicht ganz 8 stündiger Autofahrt trafen wir endlich in Dunavarsany ein.
Hier angekommen ließen wir erst mal unsere Chaoten flitzen. Sie waren die ganze fahrt so was von lieb und geduldig und durften sich nun ordentlich austoben – einfach herrlich.
Im Anschluss fuhren wir zu Shanys Haus, aber leider war alles verriegelt und anscheinend keiner zu Hause. Da sich aber schon rum sprach, dass die verrückten Deutschen wieder da sind, tauchte auch schon der hilfsbereite Attila auf. Er nahm uns mit zu sich nach Hause, wo es erst mal Brotzeit gab. Nach einigen Telefonaten war klar, dass sie uns erst für Morgen erwarteten und Shany zum jagen ging. Aber kein Problem, er machte sich gleich auf den Heimweg – wir waren ja gut versorgt ;-)!
Die erste Nacht verging schnell und wir freuten uns auf das Training am kommenden Tag. Nach einem herzhaften Frühstück ging es auch gleich los ins Feld. Schon nach den ersten Metern von Daikas Suche wurden ihre Defizite klar. Vor lauter Geläufen und Spuren bekam ich sie gar nicht richtig voran. Das war für sie wohl eine Geruchsüberflutung… Die zweite Runde war schon besser und sie kam sogar zum Vorstehen, was sie klasse machte.
Csillag hingegen war der Routine. Er zeigte eine weite, planmäßige Suche, als würde er hier immer rumrasen. Auch er kam schnell an Wild und stand einen Hasen vor, der sich dann genervt vom Acker machte – was Csillag gar nicht juckte und er einfach weiter suchte.
Nach den ersten Suchengängen zeigte sich, wie schlecht die Kondition unserer Wuffels war. Die Ausdauer ließ noch zu wünschen übrig und Hund und Führer waren platt. Wir erfrischten die Hunde an einem der unzähligen Baggerseen die rund um Dunavarshany entstanden sind. Es war fast wie Urlaub am Meer! Von Hellgrün bis Tiefblau hatten diese Seen sämtliche Farben und herrliches Wasser. Gegen Mittag gingen wir wieder zu Shanys Haus. Hier gab es deftige ungarische Hausmannskost. Einfach nur lecker!!! Wir wurden rund um gut versorgt und so manches Pfund mehr brachten wir mit nach Hause ;-)))
Martina sollte bei der Wildschweinabwehr behilflich sein und wurde mit auf abendliche Ansitze genommen. Leider hatte es nicht so klappen wollen mit dem ersehnten ersten Schwarzkittel. Noch ein Grund wieder hin zu fahren!
Die Wetterlage war perfekt für die Arbeit in Feld und Wasser. Immer so um die 20 Grad mit mehr oder weniger Wind. Die Wasser- und Schilfarbeit sorgte für Abkühlung und Erfrischung der Hunde, was sich bei den darauffolgenden Suchengängen bemerkbar machte.
Im Laufe der Woche wurde Daikas Suchenstil immer besser. Sie kapierte, dass sie weit und korrekt im Wind suchen musste, um an Wild zu kommen. Auch die Kondition wurde von Tag zu Tag besser. Es war mir eine Freude zu sehen, wie sie sich steigerte.
Auch das Training an der (Zucht-)Wachtel wurde intensiv betrieben. Shany meinte, wenn sie diese als Wild sehen und vorstehen gibt es keine Probleme mit natürlichem Wild. Leuchtete mir auch ein, aber Daika war da am Anfang anderer Meinung. Doch als die Wachtel, die frei, ohne Käfig ins Feld befördert wurde, „zu Leben“ begann, war Daika ganz aufgeregt. Nach zwei, drei Trainingseinheiten wurden auch die Wachteln sauber vorgestanden – freu!
Das Wassertraining umfasste die ganze Bandbreite. Mit riesigen Schilfteilen und abwechslungsreichen Biotopen. Hier war deutlich zu sehen, dass das Daikas Element ist! Sie suchte unermüdlich und gab alles. Die Ente wurde durchs Schilf gestöbert bis sie final erlegt werden konnte. Auch Verlorensuchen im Schilf – für Daika kein Problem, sie gab alles.
Nebenbei wurden auch die ruhigeren Aufgabengebiete wie Haar- und Federwildschleppen und Freiverlorensuche trainiert. Was unseren Chaoten gut tat und sie somit wieder etwas konzentrierter auf die Spurarbeit wurden ;-).
Die Zeit verging wie im Fluge! Zu schnell war die Woche vorbei!!! Aber, alles lamentieren half nicht, denn der Abschied nahte! Am Samstag durften wir bei einer großen Jugendprüfung zu sehen. Hier stellten sich sage und schreibe 35 Hunde vor! Es war zwar sehr langwierig, bis die ganzen Hunde geprüft waren, aber so konnten wir die ganzen kurz- und drahthaarigen Vizsla’s bewundern. Shany und zweit weitere junge Männer, führten drei Rüden aus seiner Nachzucht vom letzten Jahr.
Der letzte Abend war angebrochen. Zum Abschluss schmiss Shany den Grill an – auf Ungarisch natürlich ;-) Es gab Fleisch vom Wildschwein mit reichlich Zwiebeln und Knoblauch gebrutzelt in reichlich Fett. Danach wurde uns die frische Leber, der am Vortag von Shany erlegten Wildsau, zubereitet. Einfach paniert und in reichlich Fett gebacken – Lecker! Für eine süße Abrundung des ganzen sorgten die süßen Apfelnockerl, welche Martina für uns kochte – mmmmhhhh.
Rund um wohlgenährt brach die letzte Nacht an. Die Woche verflog wie im nu! Nachdem alles wieder im Auto verstaut wurde, genossen wir zum letzten Mal das leckere Frühstück. Der Abschied war für alle schwer – doch auf Wiedersehen heißt ja: Wieder sehen!!!
Darauf freuen wir uns jetzt schon! |